Landschaft und Geologie des Gebiets
Das ungefähr ellipsenförmige Kraterstreufeld des Chiemgau-Impakts erstreckt sich in der hügeligen Landschaft zwischen Altötting im Norden und dem nördlichen Alpenrand im Süden über eine Länge von ca. 60 km und eine Breite von ca. 30 km. Den südlichen Teil des Gebiets prägen zahlreiche Seen, insbesondere der Chiemsee. Landschaftsform und oberflächennaher geologischer Aufbau dieser Region sind wesentlich durch die letzte (Würm-)Eiszeit geprägt.
Der geologische Untergrund
Im nördlichsten Bereich des Streufeldes stehen im hügeligen Gelände miozäne Schotter, Sande und Mergel an; im weitaus größten Teil des Zielgebiets sind es dagegen pleistozäne und holozäne Moränensedimente und fluviatile Ablagerungen. Gerölle und Blöcke bis zu einer Größe von etwa 30 cm aus einem breiten Spektrum alpiner Gesteine sind mit Sanden, Tonen und lehmigem Material vermischt. Gelegentlich treten Lagen verfestigter Konglomerate (Nagelfluh) auf. Örtlich kommen Seetone, Torf, Löss und lehmige Böden als Bestandteile der Zielschichten hinzu. Die Vielfalt der Gesteine und Sedimente im Zielgebiet trägt zu einer entsprechenden Vielfalt der an ihnen beobachteten Impakterscheinungen bei.
