Geologie

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Topographie und Geologie des Gebiets

Das ungefähr ellipsenförmige Kraterstreufeld des Chiemgau-Impakts erstreckt sich in der hügeligen Landschaft zwischen Altötting im Norden und dem nördlichen Alpenrand im Süden über eine Länge von ca. 60 km und eine Breite von ca. 30 km. Den südlichen Teil des Gebiets prägen zahlreiche Seen, insbesondere der Chiemsee. Landschaftsform und oberflächennaher geologischer Aufbau dieser Region sind wesentlich durch die letzte (Würm-)Eiszeit geprägt.

Abgesehen vom nördlichsten Bereich des Streufeldes, wo im hügeligen Gelände miozäne Schotter, Sande und Mergel anstehen, besteht das Zielgebiet hauptsächlich aus pleistozänen und holozänen Moränensedimenten und fluviatilen Ablagerungen. Gerölle und Blöcke bis zu einer Größe von etwa 30 cm aus einem breiten Spektrum alpiner Gesteine sind mit Sanden, Tonen und lehmigem Material vermischt. Gelegentlich treten Lagen und Blöcke verfestigter Konglomerate (Nagelfluh) auf. Örtlich kommen Seetone, Torf, Löss und lehmige Böden als Bestandteile der Zielschichten hinzu. Die Vielfalt der Gesteine und Sedimente im Zielgebiet trägt zu einer entsprechenden Vielfalt der an ihnen beobachteten Impakterscheinungen bei.

Geologische Befunde im Untersuchungsgebiet

Die geologische Erforschung des Chiemgau-Ereignisses untersucht Geländeformen, Schichten, Sedimente, Gesteine und deren räumliche Beziehungen. Im Mittelpunkt stehen Strukturen und Materialien, die Hinweise auf kurzzeitige hohe Drücke, extreme Temperaturen, Zertrümmerung, Verformung, Auswurf und schnelle Ablagerung geben.

Die geologischen Befunde werden nicht isoliert bewertet. Ihre wissenschaftliche Aussagekraft entsteht durch die Verbindung mit mineralogischen, petrographischen, geophysikalischen, archäologischen und chronologischen Untersuchungen.

Dabei wird zwischen unmittelbar beobachteten Strukturen, analytisch bestimmten Materialveränderungen und den daraus abgeleiteten Interpretationen unterschieden. Nicht jede Brekzie, Glasbildung oder kreisförmige Geländeform ist für sich allein ein eindeutiger Impaktnachweis.

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